Einmal aus einer anderen Sicht...............


Weggefährte

Er hat keine Beine, aber wenn ich möchte, begleitet er mich auf Schritt und Tritt

Er hat keinen Mund, aber er spricht zu mir

Er hat keine Hände, aber er schafft es immer wieder mich zu berühren

Er ist kein Kompass und doch führt er mich zurück zu mir

Er ist keine Uhr, aber er zeigt mir deutlich wann es Zeit ist

Er ist kein Therapeut, aber er spiegelt meine Gefühlswelt wider ohne zu be- oder gar zu verurteilen

Mit seiner Hilfe kann ich meine Energie in Bahnen lenken, kann mich stabilisieren

Das Zusammensein mit ihm macht mich glücklich, nachdenklich, ruhig und zunehmend achtsam

Mit ihm zusammen streife ich durch den Wald, gehe neue Wege, entdecke, erlebe, erfahre....

Ich werde ihn nicht verraten noch verkaufen, auf ihn acht geben, ihn nur in Hände legen, denen auch ich mich ohne nachzudenken anvertrauen würde

Er ist mehr als ein Begleiter, anders als ein Freund - mein Bogen ist mir

Gefährte auf meinem Weg


Die Helfer des Gefährten

Unser Gefährte begleitet uns aber nicht alleine.

Da sind die Wandler, die Transporter, die Auflöser, die Spaßmacher, die Punkte-Holer, die Boten, die sich an ihn legen, sich mit seiner Sehne verbinden, unsere ganze Kraft und Energie aufnehmen, wenn wir den Bogen spannen und in die Richtung mitnehmen, die wir ihnen vorgeben.

Unsere Energie könnte sein: unsere Wünsche, Ängste, Hoffnungen, unser Ehrgeiz, Ärger, eine aufgestaute Wut, Fröhlichkeit, Lust am Erfolg.......

Sie verfolgen unser Ziel und erinnern uns daran frei zu sein und los zu lassen.

Manchmal müssen wir uns von ihnen verabschieden, nämlich dann, wenn wir nicht in unserer Mitte sind und unserem Pfeil eine unklare Richtung vorgeben.

Manchmal verstecken sie sich aber auch nur eine Weile und tauchen dann zu unserer Überraschung wieder auf.

Wir tragen sie auf dem Rücken oder an der Seite, aber sie sind keine Last, sondern Begleiter auf unserem Weg mit

unserem Gefährten


Die Beschützer

Es gibt sie aus Leder oder anderen festen Materialien, in den verschiedensten Farben und mit tollen Mustern, Verzierungen oder Gravuren. Oft sind sie individuell genäht und gestaltet, aber auch fertig gekaufte haben ihren Reiz. Denn sie kommen uns ganz nah....

Erst müht man sich mit ihnen ab, um sie fest, aber nicht zu fest an uns und unseren Unterarm zu binden. Dann nimmt man möglicherweise wahr, wie wichtig sie sind und irgendwann sind sie einfach immer dabei und gehören selbstverständlich dazu - unsere Unterarmschützer.

Kein Bogenschütze, der nicht schon einmal schmerzlich erleben musste, wenn ein Ablauf lieblos, unkonzentriert und fahrig durchgeführt wurde und sich die Sehne mit einem heftigen Schlag gegen eine ungeschützte Stelle des Armes dagegen gewehrt hat.

So ist er also besser immer dabei und für die ein oder andere Bogenschützin auch gerne farblich auf den Köcher (oder d. Schuhe) abgestimmt 😉😊

Und dann gibt es da noch Handschuhe.

Auch sie treten in verschiedenen Ausführungen auf. Sie schützen unsere Hände und Finger vor einschneidenden Erlebnissen mit Federn oder der Sehne.

Und keinesfalls zu vergessen: der Kleine, der ganz Kleine. Der aus mehreren dünnen Schichten besteht, sich um den Mittelfinger legt und einen Teil von sich an den Zeigefinger schmiegt.

Er heißt Tab, was ihm aber gar nicht gerecht wird. Tab bedeutet übersetzt ‚Aufhänger‘...... Auch ihn gibt es in unterschiedlichen Varianten, für die verschiedenen Techniken und Griffe. Auch er ist ein kleiner, mutiger Beschützer, der verhindert, dass unsere Finger von dem häufigen Sehnenkontakt, Verletzungen davontragen.

Anfangs sollten wir ihn noch nicht benutzen, denn er kann einen Neuling schon ein bisschen verwirren und verhindern, dass dieser einen guten Kontakt zu seinem Bogen und der Sehne aufbauen kann.

Irgendwann ist aber auch er nicht mehr wegzudenken und wird zu einem ständigen Beschützer auf unserem Weg mit unserem

Gefährten