Intuitives Bogenschießen - die Grundlage der therapeutischen Begleitung

Neben dem sportlichen Bogenschießen auf Scheiben oder in verschiedenen Parcours-Arten, erfreut sich das traditionelle auch intuitive Bogenschießen immer größerer Beliebtheit.

Diese Art des Umgangs und Erlebens mit Pfeil und Bogen wird seit den 80-er Jahren  auch zunehmend im therapeutischen, pädagogischen und meditativen Bereich eingesetzt.

Ohne Zielvorrichtungen oder andere technische Hilfsmittel, geht es hierbei nicht darum große sportliche Erfolge zu erzielen, sondern um das bewusste Erleben und (Wieder-) entdecken von körperlicher Anspannung und Entspannung, von Konzentration und Loslassen oder Lösen und, ganz speziell bei Kindern und Jugendlichen, dem Unterscheiden von Spiel und Ernsthaftigkeit (Disziplin).

Die bewusste Wahrnehmung  der Körperhaltung, des Bauchgefühls (Intuition) oder  des richtigen Moments zum Lösen (des Pfeils) sind dabei ganz neue, oder wieder aufgefrischte Erfahrungen.

Selbsterfahrung, Reflexion sowie das Interesse an der augenblicklichen körperlichen und seelischen Verfassung in einer geschützten, wertschätzenden Atmosphäre in der Natur sind dabei die Basis für eine Unterstützung oder Begleitung therapeutischer und pädagogischer Prozesse.

Begriffe wie:

-      einen festen Stand zu haben

-      ein Ziel  im Auge zu behalten

-      auf das Bauchgefühl zu vertrauen

-      Gelassenheit (entwickeln)

-      Kritikfähigkeit (entwickeln)

-      soziale Kompetenzen (erweitern)

-      Spannung (aufbauen, aushalten) 

werden auf die individuellen Situationen der Teilnehmenden übertragen und bearbeitet.

Das Beenden einer Bogenschieß-Einheit und Verlassen des Platzes wird in der Regel mit einem positiven Gefühl verbunden. Auch schlechte Stimmungslagen der Teilnehmenden werden aufgefangen, oder zumindest durch entgegengebrachte Wertschätzung, Empathie und Achtung gelindert.

Dieses positive Gefühl wird zu einer Erfahrung. Diese Erfahrung und die dadurch weiterentwickelten Kompetenzen werden sehr häufig im sozialen Miteinander bewusst oder sehr häufig auch unbewusst bereits nach kurzer Zeit auf das Verhalten im Alltag in Familie, Schule, Freundeskreis und Beruf übertragen.